Emil Schult x Sophia Schneider-Esleben

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Zum Abschied meines Onkels, Florian Schneider, Mitbegründer und ElektroPionier der Band Kraftwerk, begegnete ich  2020 dem Künstler, Emil Schult, „dem Auge von Kraftwerk.“

 

Er ist ein langjähriger Freund der Familie, so schwelgten wir in schönen Erinnerungen gemeinsamer Zeiten und schmiedeten neue Pläne. Als Gastgeschenk brachte er sein Buch "Fluxus to Future" mit, 2 Kilo Kunstgeschichte von Emil Schult. 

 

 

Als Vegetarier und Freund der schönen Mode, unterstützte er sofort mein nachhaltiges Konzept, die Aquarelle meines Großvaters als Hommage aufleben zu lassen und auf BioBaumwolle, mit trinkbaren BioFarben zu bedrucken, PETA vegan approved. Spontan bot er mir an, eines seiner Kunstwerke auszuwählen und dies in meine Kollektion mit aufzunehmen.

 

Da 2020 die Band Kraftwerk ihr 50 jähriges Jubiläum feiert, wie auch mit der Vinyl Trans Europe Express, liegt es nahe, das LPcover mit dem TEE Zug als Logo von Emil entworfen, als Hommage Florian zu widmen mit meiner neuen Kollektion.

 

So entstand unsere Kooperation.

 

Ich habe mich für zwei Grafikvarianten entschieden, die ich für den Stoffprint umgesetzt habe;

"TEE big“ im Stil der 20er Jahre, sehr geradlinig, gebrochen mit großen Schwüngen, der den ganzen Körper als Totalprint umhüllt. 

Als Pendant „TEE Karo“, Emil's Wunsch, waren hin- und herfahrende Züge, die ich in ein klares und klassisches Karomuster, grafisch interpretiert habe.

 

Beide Prints sind vielseitig kombinierbar und stylish sogar untereinander.

 

Die Farben sind nicht nur vom Plattencover adaptiert, der schokoladige ZartbitterTon ist Trendfarbe im Winter 2021/22 und ein bittersüßer Trost zum Tode meines Onkels Florian.

 

Die Kollektion besteht aus legeren UnisexTeilen wie T-Shirts, Joggern und Hemden, gemixt mit casual-business approved Teilen wie Kleider, Blusen, Röcken und eleganten PJ Pans, jeweils mit Gummizug, geeignet für Homeoffice, physische Meetings, zum Ausgehen oder Couchsurfen. 

 

 

Über Emil Schult

Emil Schult (*1946) ist Maler, Dichter und audiovisueller Künstler, dessen Werk von Zeichnungen und Texten im Geiste des Fluxus über Texte und Plattencover, die die Popgeschichte prägen, bis hin zu Hinterglasmalereien, die das menschliche Dasein reflektieren, reicht. 

 

Während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf unterstützten seine Lehrer Dieter Roth, Joseph Beuys und Gerhard Richter Schults poetischen Zugang zur Kunst. 1972 begann Emil Schult seine künstlerische Zusammenarbeit mit den Kraftwerk-Gründern Ralf Hütter und Florian Schneider. Als Künstlerfreunde schufen sie den Musikcomic für das Album „Ralf und Florian“ und Artworks für „Autobahn“, „Radioactivity“ und weitere Grafiken.

 

In den nächsten Jahren ihrer Zusammenarbeit schrieben sie auch Texte und Lautpoesie für ‚Autobahn‘, ‚Radioactivity‘, ‚The Model‘, ‚Pocket Calculator‘, ‚Computer World‘ et al.

1979 vertiefte Schult sein Studium der Computermusik am Stanford Artificial Intelligence Laboratory, Stanford University, CA, USA. 

 

Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet Schult mit video- und computeranimierten Bildern und greift die alte chinesische Technik der Hinterglasmalerei auf. Schults Fokus liegt auf dem visionären Potenzial der Kunst, und seine jüngsten Gemälde reflektieren die Verbindung zwischen dem Menschen, dem elektronischen Mikrokosmos und der Weite des Raums. 

 

Emil Schult hat zuletzt Einzelausstellungen im Osthaus Museum Hagen, DE gezeigt; Burchfield Penny Art Center, Buffalo, NY, USA; Rauschenberg Gallery am Florida South Western State College, Fort Myers, FL, USA; Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn, DE; Institut für Elektronische Kunst an der Alfred University, NY, USA; Universität von Illinois, Urbana-Champaign, IL, USA. 

 

Er war Gastprofessor am Institute for Electronic Arts der Alfred University NY, USA. 

 

 

Zu seinen jüngsten Beteiligungen an Gruppenausstellungen zählen Deichtorhallen, Hamburg, DE; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; DE, Galerie Buchholz New York, USA; Zhang Zhou Internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst, CHN; Kunsthalle Düsseldorf, DE; Raketenstation Hombroich, Neuss, DE; Tampa-Kunstmuseum, FL, USA; Julia Stoschek Stiftung, Düsseldorf, DE; et al. 

 

 

Seit 2017 arbeitet Schult mit Emma Nilsson als TRANSHUMAN ART CRITICS zusammen. 2019 traten Lothar Manteuffel und Max Dax dem audiovisuellen Projekt bei. TRANSHUMAN ART CRITICS betrachten die Entwicklung elektronischer Musik und Kunst aus der Wahrnehmung verbesserter Menschen. 

 

 

Die Beobachtungen werden als audio-visuelle Stücke präsentiert, in denen die archäologischen Funde mit der Erkenntnis der Zukunft verschmelzen.