Was ist Faire Mode ?

Faire Mode bedeutet, dass die Menschen hinter unserer Kleidung unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten. Das betrifft die Menschen, die die Rohstoffe anbauen, ernten oder verarbeiten und die Fabrikarbeiter die die Kleidung färben, nähen, appretieren. Diese Kette ist in der Textilbranche lang und komplex, doch glücklicherweise gibt es mittlerweile Organisationen, die sich darauf spezialisiert haben, diese Produktionsketten genauer zu betrachten, zu kontrollieren oder Verbesserungsvorschläge zu machen. Eine Lister aller wichtigen Organisationen findest Du hier.

Fair Trade

Fair Trade bedeutet "fairer Handel" und ist ein Gegenentwurf zum konventionellen Welthandel. Es geht um die Transparenz der einzelnen Herstellungsprozesse und die Sicherung sozialer Rechte. Fair Trade ist eine Strategie zur nachhaltigen Bekämpfung der Armut in den Dritte-Welt-Ländern für ein sicheres Einkommen. Der Begriff der Fair Trade Kleidung legt dabei einen Fokus darauf, dass ein bei dem Einkauf und Verkauf von Kleidung oder Rohstoffen ein fairer Handel stattfindet. Die Kette in der Textilbranche ist lang und komplex, es gibt Organisationen, die diese Produktionsketten kontrollieren, Verbesserungen durchsetzen und Produzenten dadurch Güte Siegel und Zertifizierungen erhalten. Achtung: Fair Trade ist nicht gleich biologische Herstellung!

Zertifizierungen

Kleine Labels wie meines, können sich Zertifizierungen oft nicht leisten. Ich arbeite mit Zertifizierten Produktionsstätten und nutze zertifizierte Bio Materialien. Um einen Überblick aller wichtigen Zertifizierungen zu erhalten, gehe bitte auf diesen Link, da ich ohne Zertifikat leider keine Werbung machen darf.

Fair Trade Textilstandart

Die Kleidungsindustrie funktioniert anders als die Lebensmittelindustrie. Oftmals sind die Verarbeitungs- und Lieferketten viel komplexer und unübersichtlicher. Der Fairtrade Standard für Textilien beachtet allerdings den gesamten Prozess.

44.211

ProduzentInnen bauen

weltweit Fairtrade Baumwolle an

nur 1%

der weltweiten Baumwollproduktion ist kontrolliert ökologisch.

14.500 t

Biobaumwolle werden jährlich durch

Fairtrade Produzenten verkauft

Living Wages

- Kinderarbeit ist ausgeschlossen

- Living Wages: geht über den Mindestlohn hinaus. Die Menschen, die entlang der textilen Kette arbeiten, verdienen soviel, dass sie davon nicht nur ihr Überleben finanzieren können, sondern auch: Schulbildung wahrnehmen, d.h. ihre Kinder zur Schule schicken

 

- Sie sich im Krankheitsfall Hilfe zu leisten

 

- Es gibt feste und geregelte Arbeitszeiten

 

- Arbeitgeber übernehmen Versicherungen

 

- Es gibt Versammlungsrecht

 

-  Während der textilen Kette werden Textilarbeiter nicht den Toxinen ausgesetzt

 

-  Keine Berührung mit Pestiziden bei der Feldbestellung

 

-  Keine Berührung mit toxischen Farben und Appreturen bei der Herstellung der Stoffe und Garne

 

-  Keine giftigen Dämpfe bei der Veredlung z.B. Used Look. Es gibt mittlerweile Maschinen, die auf Wasser verzichten und mit Sauerstoff den sonst giftige Stonewash Effekt erzielen!



Ich befürworte eine Produktion in Bangladesh, sofern diese den Living Wages entspricht. Diesen Menschen ist nicht geholfen, wenn sie keine Aufträge bekommen. Auf der Berlin Fashion Week traf ich einen Produzenten, der aus der Human Entwicklung kommt, und den Überlebenden des Rana Plaza Einsturz körperliche wie seelische Hilfe leistete. Gemeinsam mit seiner Frau gründete sie eine Näherei mit sozialer Einrichtung und lehren den Näherinnen das richtige Nähen. Wir besprechen eine mögliche Kooperation.

Beispiel Living Wages

Hard Facts 
 
90% unserer Kleidung die in Deutschland gekauft wird, kommt aus Asien
30 Mio. Menschen arbeiten in der Textilindustrie 90% aller Textilarbeiter sind Frauen 
65 € / Monat erhält eine Näherin in Bangladesh, gesetzlich festgelegt sind 120 € / Monat 
Bei einem 29 € T-Shirt bekommt davon der Arbeiter 18 Cent
Näherinnen haben eine Pause pro /Tag zum Essen und fürs WC
Ein Arbeitstag beträgt oft 17 Stunden
Ein T-Shirt muss in 6,6 Min. genäht werden, ich brauche 30 Min. dafür
Ein handelsübliches T-Shirt benötigt 2.700 Liter Wasser und beinhaltet 6.000 verschiedene Chemikalien, dass sind ca. 6g/T-Shirt
Wir haben 2,3 % frisches Wasser auf dieser Erde, 0,3 % unserer Bevölkerung haben darauf Zugriff. Wollen wir das wirklich für unsere Mode nutzen?
60.000 km hat ein Kleidungsstück zurückgelegt, wenn es bei uns auf den Ladentisch liegt
10.000 Bauern sterben jährlich beim Einsatz von Pestiziden im Baumwollanbau
1.200 Textilarbeiter starben 2013, als die Rana Plaza Nähfabrik in Bangladesh durch bekannte Baumängel einstürzte

Fashion Changers call to Action!

Was Du tun kannst:

 

"Fashion, Compassion and Fashion, get highly emotional"

Sei neugierig, frage Dich „Who made my clothes“, schaue auf die Zertifizierungen im Etikett

 

Kaufe Lokal oder auf nachhaltigen Onlineportalen


Unterstütze kleine, ambitionierte Unternehmen

 

Kaufe nur das was Du liebst.

 

Sei ein Mode Veganer, verzichte auf Leder

 

Kleide dich Plastikfrei

Sei somit Teil der „Fashion Revolution“ ! << Link
für mehr Info

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