Wie nachhaltig ist Polyester?

 

Laut Greenpeace hat Polyester die Fast Fashion Ketten erst möglich gemacht. Kein schlechtes Wetter, keine politischen Unwägbarkeiten bringen die Produktion ins Wanken. Durch die immer schnelleren Zyklen der Modeindustrie ist der Verbrauch in den vergangenen 10 Jahren regelrecht explodiert. Mehr als 60 Mio Tonnen Chemiefasern werden jährlich hergestellt, das meiste davon in China. Polyester ist mit über 80% der unangefochtene Spitzenreiter. Die Kunstfaser ist leicht herzustellen, schnell zu verarbeiten und vor allem billig. Die Plastikfäden auf Erdölbasis sind jederzeit und in Massen verfügbar. 60% der herkömmlichen Kleidung besteht heutzutage aus Polyesterfasern, damit man das nicht merkt, wird diese mit Baumwolle gemischt. Tatsächlich hat der Polyesterboom dazu beigetragen, dass sich der Absatz von Kleidung zwischen 2002 und 2015 fast verdoppelt hat: 2014 wurden laut Greenpeace weltweit mehr als 100 Md Kleidungsstücke neu produziert. Hohe Baumwollpreise in der Vergangenheit haben den Polyestertrend zusätzlich angeheizt. Quelle: "The Fiber Year" der jährlich die globale Produktion aller Kunst- und Naturfasern auflistet und Greenpeace.

Recyceltes Polyester

 

Hierzu gibt es spannende, groß angelegte Projekte wie die Umweltschutzorganisation „Parley for the Oceans“, sie fischen Plastik aus den Weltmeeren, um daraus neue technische Materialien herzustellen, die in der Outdoor Bekleidungsindustrie eingesetzt werden, wie z.B. die kultischen recycling Turnschuhe von Adidas. Mein Onkel Florian Schneider, Mitbegründer von Kraftwerk, widmete 2014 für sie den Song „Stop Plastic Pollution – Save the Fish“. Ich persönlich bin kein Fan von Recycling von Plastik/PET. Es ist eine tolle Sache, dass man der Plastikverschmutzung entgegenwirkt, indem man die Weltmeere säubert, wie z.B Eco Alf es tut, genutzt werden dafür Schiffe mit Fossilem Antrieb... Letztendlich kann Plastik nur einmal recycelt werden, Plastikmoleküle waschen sich aus und gelangen ungefiltert zurück in die Weltmeere, werden von Fischen gegessen, wir essen Fische.., und ist am Ende wieder Plastikmüll, daher finde ich, hat Plastik nichts in der Modeindustrie zu suchen. Wie klein die Mengen an Recyclingmaterial im Verhältnis zu der eigentlichen Massenmode ist, zeigt der Nachhaltigkeitsbericht von H&M: Die Schweden gelten unter den Textilriesen als einer der größten Nutzer von recyceltem Polyester und damit als Vorzeigekonzern. Dabei stammt laut eigenem Bericht gerade einmal 1% der Gesamtproduktion von H&M aus Recyclingfasern – der Polyesteranteil wird überhaupt nicht näher beziffert. Wenn man mit dieser Bilanz schon zu den Vorbildern der Branche gehört, kann man sich ausmalen, wie schlecht es um die Verwendung von recycelten Materialien steht.

Lichtblick Polyester

Es geht auch anders, die Firma Lauffenmühle aus dem badischen Lauchringen, seit 1834 fertigt das mittelständische Unternehmen Textilien, heute haben sie sich auf Gewebe für Berufs- und Schutzkleidung spezialisiert. Die Textilingenieure haben vor einiger Zeit eine Polyesterfaser entwickelt, "die zwar die gleichen technischen Eigenschaften wie konventionelles Polyester aufweist, sich aber durch Mikroorganismen rückstands- und schadstofffrei zersetzen lässt", sagt Unternehmenssprecherin Corona Bregenzer. Am Ende wird aus der Polyesterfaser wiederverwertbarer Humus.

Florian Schneider "Stop Plastic Pollution - Save te Fisch"

500

Jahre braucht eine Plastikflasche, um sich zu zersetzen.

0,5

PET-Flaschen erzeugen einen kompletten Rucksack.

Materialien

Mode ist unsere 2. Haut, Slow is Fun, sei Eco!

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