Alles über Leinen


Leinen wirkt sehr kühlend, ist atmungsaktiv, langlebig und wie Hanf sehr strapazierfähig. Das Material ist unelastisch, das heißt es knittert leicht, es ist sehr glatt, deshalb flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien.

 

Leinen oder Flachs war lange Zeit ein wichtiger Rohstoff für die Bekleidungsproduktion in Europa, wurde jedoch zunehmend wie Hanf von der Baumwolle verdrängt. Heute umfasst die jährliche Produktion von Flachsfasern weltweit rund 2 Millionen Tonnen, also ungefähr 2% der weltweiten Faserproduktion.
Leinen hat einen großen Vorteil, es ist Nachhaltig da es regional bzw. in Europa angebaut werden kann. 2005/2006 waren die wichtigsten Anbauländer China, Russland, Weißrussland, die Ukraine, sowie in der EU insbesondere küstennahe Agrarflächen in Nordfrankreich, Belgien und Holland. Leinen muss also anders als Baumwolle nicht erst über große Strecken transportiert werden, was ein großes Potential in sich birgt hinsichtlich der Einsparung von CO2-Emissionen.
Es hält sich seit vielen Jahren der Mythos, dass Leinen gänzlich ohne Dünger oder Pflanzenschutzmittel auskommt. Dem ist insbesondere im Hinblick auf den konventionell angebauten Flachs nicht so. Zwar benötigt Leinen vergleichsweise wenig Düngemittel, da eine übermäßige Düngung zu Qualitätsverlusten führt, es wird jedoch in geringem Maße häufig Stickstoff zugeführt.

Bei BioLeinen wird die Verwendung von solchen Düngern unnötig. Bio Leinen wird in Fruchtfolge zum Beispiel zusammen mit Klee oder Senf angebaut, damit die Äcker ihr natürliches Gleichgewicht wiederherstellen können und fruchtbar bleiben.

Durch den Anbau von Zwischenfrüchten, ist die Gefahr von Pilzbefall vermindert, da keine Monokulturen entstehen. Beim ökologischen Leinenanbau werden auf Fungizide und Pestizide verzichtet. Zwar können in beiden Fällen die Gefahren eines Schädlingsbefalles nur reduziert, aber nicht komplett ausgeschlossen werden. Ein gesunder Boden ist ein höherer Preis als der Ernteverlust.
Aus der Nachhaltigkeitsperspektive ist die weitere Verarbeitung der Leinenfaser kritisch zu betrachten, es gibt hier zwei unterschiedliche Verfahren:
Traditionell erfolgt nach dem Raufen, dem maschinellen Ausreißen der Flachspflanze die sog. Tauröste. Sie ist völlig schadstofffrei. Das Ziel des Prozesses ist eine Ablösung der Faser vom umgebenden Pflanzengewebe. Dies bewerkstelligen Pilzorganismen, die auf dem Feld leben in einem Zeitraum von drei bis sieben Wochen. Ein großer Vorteil hiervon ist der Umstand, dass viele der von der Pflanze absorbierten Nährstoffe so dem Boden zurückgegeben werden können.
Im Gegensatz dazu steht die schnellere Warmwasserröste, bei dem das Pflanzenmaterial in Bassins mit 28° bis 40°C warmen Wasser gebracht wird. Sie ist weniger zeitintensiv und besser kontrollierbar im Ergebnis, jedoch führt dieser Vorgang zu Umweltbelastungen durch die entstandenen Abwässer.

20%

des Stoffes kann Flüssigkeit aufnehmen, bevor er anfängt, sich feucht anzufühlen

30

Hektar Leinen werden in Deutschland angebaut

Seit 9.000

Jahren wird aus Flach Leinen hergestellt

Materialien

Mode ist unsere 2. Haut, Slow is Fun, sei Eco!

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