Alles über die Fruchtfasern

Ananas

Recht neu auf dem Markt ist das Material Piñatex. Dabei handelt es sich um ein Leder, das aus den Blättern der Ananas-Frucht gewonnen wird. Entwickelt wurde das Fruchtleder von der spanischen Lederexpertin Dr. Carmen Hijosa, die an den toxien der Lederherstellung gelitten hat. Mit ihrem Startup Ananas Anam stellt sie Taschen und Schuhe aus Ananas-Leder her. Produziert wird das vegane Leder aus den Fasern der Ananas-Blätter, die bei der Ernte übrig bleiben. Beim Herstellungsprozess werden die Ananas-Fasern in einen lederartigen Textilstoff umgewandelt. Bei diesem Verfahren entsteht als Nebenprodukt eine Biomasse, die zu Dünger oder Biogas weiterverarbeitet werden könnte, sodass bei der Produktion des Ananasleders kaum Abfall entsteht.

Vom Ananasblatt zum Leder

Bananenfaser

Bananenfasern wurden bereits im 13. Jahrhundert, in Japan zu Fasern und Textilen-Stoffe hergestellt. Der Trend nahm ab, als die Herstellung von Baumwolle und Seide in China und Indien beliebter wurde. Derzeit erfahren Bananenfasern nicht nur in der Modebranche ein Comeback, auch in zahlreichen anderen Produktkategorien wie Teebeutel, Autoreifen bis hin zu japanischen Yen-Noten, wird das Material eingesetzt. Das Unternehmen Green Banana Paper auf der Insel Kosrae in Mikronesien verwendet Bananenfasern aus Regionalem Anbau, um vegane Brieftaschen, Geldbörsen, Perlen und Papier herzustellen.

Im Durchschnitt werden Weltweit etwa 11,9 kg Bananen /Person/Jahr konsumiert, aber mehr als 1Md Tonnen von Bananenstauden werden jedes Jahr weggeworfen, die Pflanzen tragen nur einmal in ihrem Leben Früchte, bevor sie sterben. 37 kg Stämme braucht es, um ein Kilo Bananenfasern zu produzieren. Das philippinische Textilforschungsinstitut berichtet, dass die Bananenplantagen im Land allein im Jahr 2012 über 300.000 Tonnen Fasern erzeugt haben. Seit 2014 hat Green Banana Paper 80.000 kg weggeworfene Bananenstauden recycelt.

Cocosfaser

Kokosfasern, auch bekannt als Coir, sind Fasern die aus der äußeren Umhüllung der Kokosnuss, dem Mesokarp gewonnen werden. Dabei können Fasern aus unreifen Früchten zu Garnen und damit zu Geweben verarbeitet werden. Kokosfasern dienen der Herstellung von Seilen, Matten, Teppichen und Wandverkleidungen. Haupt Importeur der Kokosfaserindustrie ist Sri Lanka. Andere große Produktionsstätten finden sich entlang der Küstenregionen der feucht-tropischen Gegenden Asiens, wie zum Beispiel den Philippinen, Indonesien, Malaysia oder Indien. Kokosfasern werden aufgrund ihrer Feuchtebeständigkeit auch als High-Tech Material wie die Outdoorbekleidung eingesetzt.

Materialien

Mode ist unsere 2. trage Eco!

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